Essenzen: Tarot und ätherische Öle

Da hat man nun in den Raunächten für jeden Monat des Jahres eine Tarotkarte gezogen und im Januar vielleicht noch daran gedacht. Kennt ihr das Phänomen? Ihr habt euch vorgestellt, was die Karte euch mitteilt. Euch gefreut, euch vielleicht auch Sorgen gemacht. Aber dann hatte euch der Alltag wieder. Möglicherweise denkt ihr noch hin und wieder an die eine oder andere Karte. Aber nicht immer gelingt es, sich ihre Bedeutung wirklich anzueignen und mit ihr „zu leben“. Vor allem, wenn man keinen Kalender hat, der einen daran erinnert ;).

Das Universum winkt mit dem Zaunpfahl

Dieses Jahr musste ich mir allerdings diesbezüglich etwas einfallen lassen. Denn das Universum hat mir ganz besonders hartnäckig mitgeteilt, dass dieses ein Jahr für tiefgreifende Veränderungen wird. Ich ziehe immer aus dem vollständigen Deck mit großen und kleinen Arcana. Und ich habe gleich für drei Monate in der ersten Jahreshälfte dieselbe Karte gezogen: Das Gericht! Es sollte mich im Januar, Februar und April begleiten. Und die Karte hat keinen Knick! Wenn der Hinweis so deutlich ist, dachte ich mir, muss ich auch etwas daraus machen. Schließlich ist es in unserer eigenen Verantwortung, ob Möglichkeiten, die sich auftun, auch genutzt werden. Wie also kann ich die „Arbeit“ mit den gezogenen Karten auf eine möglichst spielerische Art in meinen Alltag integrieren?

Dann kam die Eingebung

Ich liebe ätherische Öle und arbeite viel mit ihnen. Da ich es selbst so mache, empfehle ich auch anderen häufig, sich ein ätherisches Öl oder eine Ölmischung für einen ganzen Monat vorzunehmen und seine Wirkung zu erspüren. Das ist besonders intensiv, wenn man sich gerade mit einem Thema beschäftigt und sich ein Öl zur Unterstützung ausgesucht hat. Das ist also nichts anderes, als was ich auch gerne mit den Tarot-Karten mache. Wie also kann man diese beiden sehr wirkungsvollen Strategien vereinbaren?

Das richtige Öl für eine Tarot-Karte und ihr Thema zu finden, ist gar nicht so schwierig. Und auch hier kannst du deiner Intuition wie auch deinem Wissen über Heilpflanzen und magische Pflanzen vertrauen!

Hier meine Auswahl und meine bisherigen Erfahrungen mit der Tarot-Aromaöl-Kombination. Tipps zur eigenen Umsetzung folgen weiter unten.

XX Das Gericht – Transformation

Um die durch diese Karte angekündigten tiefgreifenden Veränderungen vorzubereiten und durch sie hindurchzugehen, habe ich mich für eine Ölmischung namens „Transformation“ entschieden. Zugegebenermaßen ist es nicht immer so offensichtlich, welches Öl gerade das richtige ist. Doch diese wertvolle Ölmischung wurde speziell für transformative Phasen im Leben kreiert und so habe ich sie mir gegönnt. Sie enthält folgende ätherische Öle: Zitronenöl, Pfefferminzöl, Muskatellersalbeiöl, Sandelholzöl, Idaho Blaufichtenöl, Weihrauchöl, Kardamomöl, Palo-Santo-Öl und Ocoteaöl.

Tarot "Das Gericht" und Transformation ätherische Ölmischung

In den drei Monaten habe ich diese grandiose Mischung nun morgens und abends inhaliert, es als Parfüm getragen und es mit meinem Ultraschall-Diffuser im Raum vernebelt. Ich habe es bei der Meditation verwendet und meinen Arbeitsplatz damit beduftet.

Es ist spannend, wie sich der Duft entfaltet, er jedes Mal anders riecht, weil ein anderes Öl in den Vordergrund kommt: Zitrone wirkt reinigend und hilft gemeinsam mit Pfefferminze den Fokus auf das Thema der Veränderung zu halten. Ocotea, der „Zimt“ aus dem Amazonas, wirkt ebenfalls reinigend. Muskatellersalbei ist nicht nur erfrischend, sondern auch das klassische Öl für „Frauenthemen“, da es Phytoöstrogene enthält und den weiblichen Hormonhaushalt auszubalancieren hilft. Kardamom, ein „Bauchöl“, wirkt gegen tief verankerte negative Emotionen, die damit losgelassen werden können. Die Blaufichte unterstützt uns dabei, gut in der Erde verwurzelt zu sein und dabei über uns hinauszuwachsen. Keine anderer Baum steht so sehr für Gradlinigkeit wie die Fichte! Sandelholz, Weihrauch und Palo Santo sind spirituelle Öle per se und aus der Hexenküche nicht wegzudenken. Gleichzeitig sorgen sie für Entspannung, emotionalen Ausgleich und die richtige Erdung. Es ist interessant, wie wichtig die erdende Komponente in den spirituellen Ölen ist!

Sechs der Schwerter – Vergegenwärtigung

Nachdem der Januar und Februar durch Das Gericht geprägt wären, kam im März mit der Sechs der Schwerter eine Phase, die ich als Phase der Vergegenwärtigung interpretiert habe. Denn danach sollte ja der dritte Monat unter dem Motto der Transformation stehen. Vergegenwärtigung hieß dabei für mich zu überlegen, welches Gedankengut mit auf die weitere Reise soll. Und was soll zurückgelassen werden? Und vor allem: Wo soll die Reise hingehen?

Die Ölmischung, die ich für diesen Monat ausgewählt habe, heißt auf Englisch „Envision“.

Tarot Sechs der Schwerter und Envision ätherische Ölmischung

Wie es der Zufall will, hat mir eine Freundin dieses Öl mitgebracht, das leider bislang nur in den USA erhältlich ist. Aber man kann sich ja auch an die darin enthaltenden Einzelöle halten: Schwarzfichtenöl, Geranienöl, Orangenöl, Lavendelöl, Salbeiöl und das wunderbare (unverdünnte!) Rosenöl.

Die Schwarzfichte steht hier wieder für den aufrechten Gang bei der Herausbildung deiner Ziele. Die Geranie hat eine ganz besondere Eigenschaft: Sie hilft dir herauszufinden, was du gerne möchtest und vor allem, wogegen du „allergisch“ bist, was du ablehnst, damit du dich davon trennen kannst. Orangenöl macht gute Laune und Lust auf neue Unternehmungen. Lavendel wirkt entspannend und dabei erdend und erhebend in einem. Salbei schafft einen geschützten Raum für Entwicklung. Die Damaszener Rose hat von allen ätherischen Ölen die höchste Schwingung. Mit ihr geht es auf entspannte Weise hoch hinaus!

In diesem Monat konnte ich erfreulicherweise durch die Unterstützung der Tarot-Karte und des ätherischen Öls Weichen für zukünftige Entwicklungen stellen. Dies bewusst zu tun (und dabei auch das Unterbewusste nicht außer acht zu lassen!), ist ein wunderbares Erlebnis!

VII Der Wagen – Höchstes Potential

Nach einem weiteren Transformationsmonat sollte es nun im Mai richtig vorangehen! Der Wagen rät dabei nicht nur voranzupreschen, sondern auch den bewussten Umgang mit Widersprüchen (das weiße und das schwarze Pferd). So kann man sich auch von nicht hilfreichen „Glaubenssätzen“ befreien – oder zumindest damit beginnen… Für diesen Monat habe ich die Ölmischung „Höchstes Potential“ ausgewählt.

Tarot VII Der Wagen - Höchstes Potential ätherische Ölmischung

„Höchstes Potential“ ist gewissermaßen eine Mischung aus Mischungen. Als ich sie kennen lernte, war ich zunächst skeptisch. Man kann es ja auch übertreiben mit so vielen Zutaten! Und daher möchte ich dich an dieser Stelle auch dazu motivieren, dir deine eigenen Mischungen zu kreieren. Oder mit Einzelölen zu arbeiten. Eigentlich arbeite ich selbst vorwiegend mit Einzelölen und es waren diesmal die Tarot-Karten, die mich zu diesen sehr komplexen Ölmischungen geführt haben. Und ihre Wirkung ist wirklich ganz außerordentlich!

Allerdings hat mir das Universum auf merkwürdigen Wegen in diesem Monat doch noch ein Einzelöl, oder besser gesagt: ein Absolue, mit auf den Weg gegeben: Jasmin, das auch in „Höchstes Potential“ enthalten ist! Doch das ist eine eigene Geschichte.

In „Höchstes Potential“ sind die Mischungen Australian Blue (für die „Bauchgefühle“) und Gathering (für den Fokus und das Sammeln der Gedanken) enthalten. Vertieft wird die Wirkung durch die Zugabe von Jasmin, blauer Zypresse, Lavendel, Ylang Ylang, Geranie, Zedernholz, Galbanum, blauem Rainfarn (sehr selten), Weihrauch, Weißtanne, Sandelholz, Canangabaum, Fichte, Rose und Zimt. Diese Mischung spricht wirklich so gut wie alle Ebenen unserer Persönlichkeit und unseres Seins an.

Wie man Tarot und ätherisches Öl verbinden kann

Zu guter Letzt noch einige Tipps, wie man die eigenen Entwicklungsprozesse mit den Tarot-Karten und den ätherischen Ölen auf eine neue Stufe heben kann.

Zunächst einmal empfiehlt es sich, ein Brainstorming zu machen, was man ganz aktuell mit der gezogenen Karte assoziiert. Es schadet auch nicht, sich dazu ein paar Notizen zu machen. Denn die Bedeutung der Karte kann sich für dich auch schnell wieder ändern. Wenn man noch nicht lange mit dem Tarot arbeitet, kann man auch mal einen Blick in die Literatur wagen. Allerdings ist deine eigene Intuition am wichtigsten. Lass‘ dich also nicht von vorgefertigten Deutungen aus dem Konzept bringen!

Häufig sind auch die Emotionen mit den Karten ganz direkt angesprochen. Man erinnert sich an Gutes oder auch nicht so Gutes. Wo sind diese Gefühle in deinem Körper ansässig? Du wirst sehen, dass die ätherischen Öle an denselben Stellen wirksam werden können!

Nun nimmst du das Öl, das du für diesen Monat ausgewählt hast und schnupperst daran. Was ist dein erster Eindruck? Dann gebe einen Tropfen in deine Hand und reibe ihn auf. Durch den Kontakt mit Sauerstoff und der Wärme deiner Hand entfalten sich nun Stück für Stück alle Bestandteile des Duftes. Das gilt auch für die Einzelöle, deren Komplexität bei qualitativ höchstwertigen Destillationen beeindruckend sein kann!

Nun kannst du die Aromaöle auf vielfältige Weise in deinen Alltag integrieren. Den Raum beduften, das Öl als Parfüm tragen, es zum Gegenstand einer Meditation machen, es mit einem Emulgator (z. B. Meersalz) zu einer Bademischung verarbeiten, und und und… Es wird dich immer an „dein Thema“ erinnern. Beobachte in dieser Zeit auch deine Träume und notiere dir Inspirationen!

Übrigens ist es nicht immer gesagt, dass du einen Duft auch magst. Oder ihn immer magst. Das kann sich von Tag zu Tag ändern. Das sind alles kleine Indikatoren, denen du folgen kannst, wenn du das Öl immer besser kennen lernst und es mit deinen Erkenntnissen aus der Tarot-Karte abgleichst. Du wirst sicherlich dadurch auch neue Aspekte in der Deutung der Karte entdecken!

Auf jeden Fall kann man sowohl mit der Deutung der Tarot-Karten als auch mit der Erforschung ätherischer Öle die Essenz eines Themas herausarbeiten und es „handhabbar“ machen!

Ich würde mich freuen, wenn ihr eigene Erfahrungen zu diesem Thema macht und davon berichtet!

 

Bezugsquellen der ätherischen Öle (sozusagen in eigener Sache):

Tarot:

Die Tarotkarten, die ich verwende, sind aus dem Lo Scarabeo Jubiläumsset. Es vereint Elemente der drei „Klassiker“: Marseiller Tarot, Waite-Smith-Tarot und Crowley-Harris-Tarot.

Literatur:

Für Einsteiger*innen und einen ersten Einblick in die Deutung des Tarots kann ich „Tarot für Einsteiger“ von Evelin Bürger und Johannes Fiebig empfehlen. Dieses Buch ist auch ein guter Begleiter für das Lo-Scarabeo-Tarot, da es für jede Karte die Bilder der drei „Klassiker“ zeigt.

Ein Gedanke zu „Essenzen: Tarot und ätherische Öle

  1. Hat dies auf Lebens-Essenz rebloggt und kommentierte:
    Aufgrund des Interesses an diesem Thema füge ich diesen Beitrag über Tarot und ätherische Öle hinzu und ergänze in Kürze die Karten und Öle der Folgemonate!

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