Essenzen: Tarot und ätherische Öle

Da hat man nun in den Raunächten für jeden Monat des Jahres eine Tarotkarte gezogen und im Januar vielleicht noch daran gedacht. Kennt ihr das Phänomen? Ihr habt euch vorgestellt, was die Karte euch mitteilt. Euch gefreut, euch vielleicht auch Sorgen gemacht. Aber dann hatte euch der Alltag wieder. Möglicherweise denkt ihr noch hin und wieder an die eine oder andere Karte. Aber nicht immer gelingt es, sich ihre Bedeutung wirklich anzueignen und mit ihr „zu leben“. Vor allem, wenn man keinen Kalender hat, der einen daran erinnert ;).

Das Universum winkt mit dem Zaunpfahl

Dieses Jahr musste ich mir allerdings diesbezüglich etwas einfallen lassen. Denn das Universum hat mir ganz besonders hartnäckig mitgeteilt, dass dieses ein Jahr für tiefgreifende Veränderungen wird. Ich ziehe immer aus dem vollständigen Deck mit großen und kleinen Arcana. Und ich habe gleich für drei Monate in der ersten Jahreshälfte dieselbe Karte gezogen: Das Gericht! Es sollte mich im Januar, Februar und April begleiten. Und die Karte hat keinen Knick! Wenn der Hinweis so deutlich ist, dachte ich mir, muss ich auch etwas daraus machen. Schließlich ist es in unserer eigenen Verantwortung, ob Möglichkeiten, die sich auftun, auch genutzt werden. Wie also kann ich die „Arbeit“ mit den gezogenen Karten auf eine möglichst spielerische Art in meinen Alltag integrieren?

Dann kam die Eingebung

Ich liebe ätherische Öle und arbeite viel mit ihnen. Da ich es selbst so mache, empfehle ich auch anderen häufig, sich ein ätherisches Öl oder eine Ölmischung für einen ganzen Monat vorzunehmen und seine Wirkung zu erspüren. Das ist besonders intensiv, wenn man sich gerade mit einem Thema beschäftigt und sich ein Öl zur Unterstützung ausgesucht hat. Das ist also nichts anderes, als was ich auch gerne mit den Tarot-Karten mache. Wie also kann man diese beiden sehr wirkungsvollen Strategien vereinbaren?

Das richtige Öl für eine Tarot-Karte und ihr Thema zu finden, ist gar nicht so schwierig. Und auch hier kannst du deiner Intuition wie auch deinem Wissen über Heilpflanzen und magische Pflanzen vertrauen!

Hier meine Auswahl und meine bisherigen Erfahrungen mit der Tarot-Aromaöl-Kombination. Tipps zur eigenen Umsetzung folgen weiter unten.

XX Das Gericht – Transformation

Um die durch diese Karte angekündigten tiefgreifenden Veränderungen vorzubereiten und durch sie hindurchzugehen, habe ich mich für eine Ölmischung namens „Transformation“ entschieden. Zugegebenermaßen ist es nicht immer so offensichtlich, welches Öl gerade das richtige ist. Doch diese wertvolle Ölmischung wurde speziell für transformative Phasen im Leben kreiert und so habe ich sie mir gegönnt. Sie enthält folgende ätherische Öle: Zitronenöl, Pfefferminzöl, Muskatellersalbeiöl, Sandelholzöl, Idaho Blaufichtenöl, Weihrauchöl, Kardamomöl, Palo-Santo-Öl und Ocoteaöl.

Tarot "Das Gericht" und Transformation ätherische Ölmischung

In den drei Monaten habe ich diese grandiose Mischung nun morgens und abends inhaliert, es als Parfüm getragen und es mit meinem Ultraschall-Diffuser im Raum vernebelt. Ich habe es bei der Meditation verwendet und meinen Arbeitsplatz damit beduftet.

Es ist spannend, wie sich der Duft entfaltet, er jedes Mal anders riecht, weil ein anderes Öl in den Vordergrund kommt: Zitrone wirkt reinigend und hilft gemeinsam mit Pfefferminze den Fokus auf das Thema der Veränderung zu halten. Ocotea, der „Zimt“ aus dem Amazonas, wirkt ebenfalls reinigend. Muskatellersalbei ist nicht nur erfrischend, sondern auch das klassische Öl für „Frauenthemen“, da es Phytoöstrogene enthält und den weiblichen Hormonhaushalt auszubalancieren hilft. Kardamom, ein „Bauchöl“, wirkt gegen tief verankerte negative Emotionen, die damit losgelassen werden können. Die Blaufichte unterstützt uns dabei, gut in der Erde verwurzelt zu sein und dabei über uns hinauszuwachsen. Keine anderer Baum steht so sehr für Gradlinigkeit wie die Fichte! Sandelholz, Weihrauch und Palo Santo sind spirituelle Öle per se und aus der Hexenküche nicht wegzudenken. Gleichzeitig sorgen sie für Entspannung, emotionalen Ausgleich und die richtige Erdung. Es ist interessant, wie wichtig die erdende Komponente in den spirituellen Ölen ist!

Sechs der Schwerter – Vergegenwärtigung

Nachdem der Januar und Februar durch Das Gericht geprägt wären, kam im März mit der Sechs der Schwerter eine Phase, die ich als Phase der Vergegenwärtigung interpretiert habe. Denn danach sollte ja der dritte Monat unter dem Motto der Transformation stehen. Vergegenwärtigung hieß dabei für mich zu überlegen, welches Gedankengut mit auf die weitere Reise soll. Und was soll zurückgelassen werden? Und vor allem: Wo soll die Reise hingehen?

Die Ölmischung, die ich für diesen Monat ausgewählt habe, heißt auf Englisch „Envision“.

Tarot Sechs der Schwerter und Envision ätherische Ölmischung

Wie es der Zufall will, hat mir eine Freundin dieses Öl mitgebracht, das leider bislang nur in den USA erhältlich ist. Aber man kann sich ja auch an die darin enthaltenden Einzelöle halten: Schwarzfichtenöl, Geranienöl, Orangenöl, Lavendelöl, Salbeiöl und das wunderbare (unverdünnte!) Rosenöl.

Die Schwarzfichte steht hier wieder für den aufrechten Gang bei der Herausbildung deiner Ziele. Die Geranie hat eine ganz besondere Eigenschaft: Sie hilft dir herauszufinden, was du gerne möchtest und vor allem, wogegen du „allergisch“ bist, was du ablehnst, damit du dich davon trennen kannst. Orangenöl macht gute Laune und Lust auf neue Unternehmungen. Lavendel wirkt entspannend und dabei erdend und erhebend in einem. Salbei schafft einen geschützten Raum für Entwicklung. Die Damaszener Rose hat von allen ätherischen Ölen die höchste Schwingung. Mit ihr geht es auf entspannte Weise hoch hinaus!

In diesem Monat konnte ich erfreulicherweise durch die Unterstützung der Tarot-Karte und des ätherischen Öls Weichen für zukünftige Entwicklungen stellen. Dies bewusst zu tun (und dabei auch das Unterbewusste nicht außer acht zu lassen!), ist ein wunderbares Erlebnis!

VII Der Wagen – Höchstes Potential

Nach einem weiteren Transformationsmonat sollte es nun im Mai richtig vorangehen! Der Wagen rät dabei nicht nur voranzupreschen, sondern auch den bewussten Umgang mit Widersprüchen (das weiße und das schwarze Pferd). So kann man sich auch von nicht hilfreichen „Glaubenssätzen“ befreien – oder zumindest damit beginnen… Für diesen Monat habe ich die Ölmischung „Höchstes Potential“ ausgewählt.

Tarot VII Der Wagen - Höchstes Potential ätherische Ölmischung

„Höchstes Potential“ ist gewissermaßen eine Mischung aus Mischungen. Als ich sie kennen lernte, war ich zunächst skeptisch. Man kann es ja auch übertreiben mit so vielen Zutaten! Und daher möchte ich dich an dieser Stelle auch dazu motivieren, dir deine eigenen Mischungen zu kreieren. Oder mit Einzelölen zu arbeiten. Eigentlich arbeite ich selbst vorwiegend mit Einzelölen und es waren diesmal die Tarot-Karten, die mich zu diesen sehr komplexen Ölmischungen geführt haben. Und ihre Wirkung ist wirklich ganz außerordentlich!

Allerdings hat mir das Universum auf merkwürdigen Wegen in diesem Monat doch noch ein Einzelöl, oder besser gesagt: ein Absolue, mit auf den Weg gegeben: Jasmin, das auch in „Höchstes Potential“ enthalten ist! Doch das ist eine eigene Geschichte.

In „Höchstes Potential“ sind die Mischungen Australian Blue (für die „Bauchgefühle“) und Gathering (für den Fokus und das Sammeln der Gedanken) enthalten. Vertieft wird die Wirkung durch die Zugabe von Jasmin, blauer Zypresse, Lavendel, Ylang Ylang, Geranie, Zedernholz, Galbanum, blauem Rainfarn (sehr selten), Weihrauch, Weißtanne, Sandelholz, Canangabaum, Fichte, Rose und Zimt. Diese Mischung spricht wirklich so gut wie alle Ebenen unserer Persönlichkeit und unseres Seins an.

Wie man Tarot und ätherisches Öl verbinden kann

Zu guter Letzt noch einige Tipps, wie man die eigenen Entwicklungsprozesse mit den Tarot-Karten und den ätherischen Ölen auf eine neue Stufe heben kann.

Zunächst einmal empfiehlt es sich, ein Brainstorming zu machen, was man ganz aktuell mit der gezogenen Karte assoziiert. Es schadet auch nicht, sich dazu ein paar Notizen zu machen. Denn die Bedeutung der Karte kann sich für dich auch schnell wieder ändern. Wenn man noch nicht lange mit dem Tarot arbeitet, kann man auch mal einen Blick in die Literatur wagen. Allerdings ist deine eigene Intuition am wichtigsten. Lass‘ dich also nicht von vorgefertigten Deutungen aus dem Konzept bringen!

Häufig sind auch die Emotionen mit den Karten ganz direkt angesprochen. Man erinnert sich an Gutes oder auch nicht so Gutes. Wo sind diese Gefühle in deinem Körper ansässig? Du wirst sehen, dass die ätherischen Öle an denselben Stellen wirksam werden können!

Nun nimmst du das Öl, das du für diesen Monat ausgewählt hast und schnupperst daran. Was ist dein erster Eindruck? Dann gebe einen Tropfen in deine Hand und reibe ihn auf. Durch den Kontakt mit Sauerstoff und der Wärme deiner Hand entfalten sich nun Stück für Stück alle Bestandteile des Duftes. Das gilt auch für die Einzelöle, deren Komplexität bei qualitativ höchstwertigen Destillationen beeindruckend sein kann!

Nun kannst du die Aromaöle auf vielfältige Weise in deinen Alltag integrieren. Den Raum beduften, das Öl als Parfüm tragen, es zum Gegenstand einer Meditation machen, es mit einem Emulgator (z. B. Meersalz) zu einer Bademischung verarbeiten, und und und… Es wird dich immer an „dein Thema“ erinnern. Beobachte in dieser Zeit auch deine Träume und notiere dir Inspirationen!

Übrigens ist es nicht immer gesagt, dass du einen Duft auch magst. Oder ihn immer magst. Das kann sich von Tag zu Tag ändern. Das sind alles kleine Indikatoren, denen du folgen kannst, wenn du das Öl immer besser kennen lernst und es mit deinen Erkenntnissen aus der Tarot-Karte abgleichst. Du wirst sicherlich dadurch auch neue Aspekte in der Deutung der Karte entdecken!

Auf jeden Fall kann man sowohl mit der Deutung der Tarot-Karten als auch mit der Erforschung ätherischer Öle die Essenz eines Themas herausarbeiten und es „handhabbar“ machen!

Ich würde mich freuen, wenn ihr eigene Erfahrungen zu diesem Thema macht und davon berichtet!

 

Bezugsquellen der ätherischen Öle (sozusagen in eigener Sache):

Tarot:

Die Tarotkarten, die ich verwende, sind aus dem Lo Scarabeo Jubiläumsset. Es vereint Elemente der drei „Klassiker“: Marseiller Tarot, Waite-Smith-Tarot und Crowley-Harris-Tarot.

Literatur:

Für Einsteiger*innen und einen ersten Einblick in die Deutung des Tarots kann ich „Tarot für Einsteiger“ von Evelin Bürger und Johannes Fiebig empfehlen. Dieses Buch ist auch ein guter Begleiter für das Lo-Scarabeo-Tarot, da es für jede Karte die Bilder der drei „Klassiker“ zeigt.

Agua Florida selber machen

In Lateinamerika wird agua florida als sehr wirksamer spiritueller Reiniger verwendet. Wer schon einmal lateinamerikanische Schamanen bzw. curanderos bei der Arbeit gesehen hat, kennt das bekannte Bild des Schlucks aus der Flasche agua florida oder „Florida Water“, das dann in alle Himmelsrichtungen versprüht wird, um den „Arbeitsplatz“ zu negativer Energie zu befreien und die Geister mit dem Wohlgeruch (und dem Alkohol) zu erfreuen.

Ich stelle mir agua florida selbst her und möchte Euch nun zeigen, wie das geht.

Zunächst die Zutaten:

Zutaten für agua florida: Korn, Wasser, ätherische Öle usw.

Zutaten für agua florida

  • Ätherisches Zimtrindenöl
  • Ätherisches Nelkenöl
  • Orangenblütenwasser oder ätherisches Neroliöl
  • Ätherisches Zitronenöl
  • Ätherisches Lavendelöl
  • Flüssiges Glyzerin
  • Alkohol (ich nehme hochprozentigen Korn)
  • Destilliertes Wasser

Außerdem benötigst Du einen Löffel (keinen Plastiklöffel, wegen der ätherischen Öle) und ein Glasbehälter/eine Glasflasche.

Die Mengen im Rezept kannst Du so anpassen, dass sie zu der Größe Deiner Flasche passen. Ich habe mit einer Dreiviertel-Liter-Flasche gearbeitet.

Nun geht es ans Mischen:

Collage mit Zutaten und Katze

Agua florida selber machen

Fülle Deine Glasflasche zu einem drei Vierteln mit dem Korn (hochprozentiger Vodka geht auch ganz wunderbar). So weißt Du, wie viel Du benötigst.

Danach füllst Du den Alkohol wieder um in eine Glasschüssel.

Nun gibst Du das ätherische Öl in die Schüssel mit dem Korn – und rührst es langsam ein. Für die von mir verwendete Menge Alkohol habe ich wie folgt dosiert:

  • 10 Tropfen Zitronenöl
  • 10 Tropfen Lavendelöl
  • 10 Tropfen Neroliöl oder einen großen Schuss Orangenblütenwasser
  • 3 Tropfen Zimtrindenöl
  • 3 Tropfen Nelkenöl
  • 7 Tropfen Glyzerin

Anschließend wird die Mischung mit dem Trichter wieder in die Flasche umgefüllt. Danach wird diese sehr vorsichtig mit destilliertem Wasser aufgefüllt. Hier muss man aufpassen, dass die Mischung nicht milchig-weiß wird. Sollte das passieren, gib‘ einfach noch einen weiteren Schuss Alkohol dazu. Die Flüssigkeit wird dann wieder klar.

Ich selbst mag meistens die reine Flüssigkeit. Du kannst aber durchaus auch noch Blütenblätter roter Rosen und Ringe getrockneter Zitronen- und/oder Orangenschale (bio!) mit hineingeben.

Nun lässt Du die Flasche an einem dunklen Ort über Nacht ziehen. Danach kann Dein agua florida verwendet werden.

Ich fülle meist etwas davon in eine Sprühflasche (aus Glas!) und in eine Tropfenflasche ab, um für alle Anwendungen die richtige Darreichungsform zu haben.

Magische Anwendungen

Agua florida auf einem Küchenaltar

Agua florida auf dem Küchenaltar

Ich wende agua florida an, um den magischen Kreis spirituell zu reinigen, einen Schutz zu errichten und die vier Elemente/Himmelsrichtungen anzurufen. Diese vielfache Wirksamkeit ist das Interessante an diesem „Gebräu“.

Außerdem kannst Du es verwenden, um Dein eigenes Energiefeld, sprich Deine Aura, zu reinigen. Einige Tropfen auf den Kopf, das Herz und die Füße sorgen für Schutz.

Bei Abwehrzaubern kann es ebenfalls schützend wirken.

Agua florida kann auch bestens als Parfum aufgetragen werden. Durch das Zimtrindenöl hilft es Dir dabei, Fülle, Erfolg und Wohlstand anzuziehen.

Beim Frühlingsputz kann es dem Putzwasser hinzugefügt werden. Es zieht dann positives Wachstum (Blüte!), Reinheit und Glück in Deine häusliche Umgebung.

Wenn Du Kerzenzauber machst, dann ist agua florida hervorragend dafür geeignet, die Kerzen im Vorfeld spirituell zu reinigen.

Auch Deinen Altar, Deinen Arbeitsplatz und Deine Wohnung kannst Du mit agua florida reinigen.

Auch sonst kannst Du jedwede negative Energie damit vertreiben. Das wirst Du übrigens auch sofort merken, wenn Du daran schnupperst. Gerade wenn Du den Tag über bei der Arbeit viel Stress und ungewünschten energetischen „Übergriffen“ ausgesetzt sein solltest, wirkt agua florida ganz prima. Einfach gleich nach Feierabend um Dich herum versprühen.

Zu guter Letzt wird agua florida auch bei Ahnenritualen verwendet. Eine Tropfen auf ein entsprechendes Foto oder in eine Wasserschüssel auf dem Altar wirken sehr anziehend auf die Ahnen, die Du kontaktieren möchtest. Bei den Feierlichkeiten zum mexikanischen Totentag – día de los muertos – ist es nicht wegzudenken.

Zu der Qualität der Zutaten

Ich verwende für mein agua florida ätherische Öle höchster Reinheit und (therapeutischer) Qualität. Sie sind in einer Drogerie nicht zu bekommen. Finanziell ist das freilich nicht immer möglich und das in Lateinamerika käuflich zu erwerbende agua florida ist sehr günstig. So kann es wirklich jeder verwenden. Aber man merkt schon die deutlich höheren Schwingungen bei der Verwendung von hochqualitativen ätherischen Ölen.

Wenn Du wissen möchtest, wo ich meine ätherischen Öle beziehe, kannst Du mir gerne eine persönliche Nachricht schreiben oder mich in den Kommentaren ansprechen.

Wie sieht es bei Dir aus? Kanntest Du agua florida? Wie verwendest Du es?

 

Mondkekse – glutenfrei!

Mondkekse gehören ja eigentlich irgendwie dazu – vor, während oder nach einem Ritual, bei Festen, als Gabe oder einfach nur so. Da ich aber glutenfrei esse, brauchte ich ein entsprechendes Rezept. Und einfach und schnell sollte es auch sein. Ich habe eines zusammengebastelt, ausprobiert und möchte es nun mit Euch teilen:

mondkekse

Wie Ihr seht, mag ich die Mondkekse etwas dunkler gebacken –
das passt natürlich zum morgigen Dunkelmond!

Zutaten:

  • 125 g Mandelmehl (gemahlene Mandeln mit oder ohne Haut eignen sich gut, ich habe heute den Rest Mandelmasse benutzt, der übrig geblieben ist, als ich gestern Mandelmilch hergestellt habe)
  • 40 g Kokosmehl (da ich heute keines da hatte, habe ich Buchweizenmehl verwendet, auch Reismehl ist eine Möglichkeit)
  • 1 TL Pfeilwurzmehl (Arrowroot ist gut zum Binden, bekomme ich im Bio-Laden)
  • 50 ml Honig oder Ahornsirup
  • 30 g Kokosöl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Messerspitze Vanille (wenn möglich, aus der Schote herausgekratzt)
  • 1 Messerspitze geriebene Zitronenschale
  • ca. 30 – 40 ml Wasser, nach Bedarf

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Frühlingsgewinnspiel bei der Haselmaus

„Raus ins Grüne“ ist ein Aufruf, der dieser „Stubenhexe“ gerade recht kommt! Ja, bei der Haselmaus gibt es wieder ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es ein Buch über Wildkräuter und Beeren.

Damit hat Mirjam mich ermuntert, mal wieder mein Projekt „Heilkräuter in meiner Umgebung“ aufzunehmen. In den Jahren 2012/2013 habe ich rund um meine Wohnung Heilkräuter und magische Pflanzen fotografiert. Dass es so viele sind, hätte ich niemals gedacht! Wer mag, kann in dem Album mal schnuppern, die Namen der Kräuter stehen in den Kommentaren. Da ich ursprünglich aus einer Stadt mit über zwanzig Millionen Einwohnern komme, bin ich wirklich alles andere als ein „Naturkind“. Auf diese Weise habe ich dann begonnen, mich in der Gegend, in der ich nun wohne, besser zu „verwurzeln“ und auch die Natur besser kennen zu lernen. Mit Büchern und Dr. Suchmaschine habe ich dann herausgefunden, wie die Pflanzen heißen und wofür sie hilfreich sein können.

Dank also an Mirjam für den „Wachrüttler“ und allen viel Glück beim Gewinnspiel!

Druidendämmerung

Diesen Lesetipp wollte ich schon vor einiger Zeit loswerden: „Druid Twilight: The Loom of Destiny“ von Gerry Starnes. Das Buch gibt es (bisher) nur auf Englisch, aber einige von Euch lesen sicherlich auch in dieser Sprache…

Titelblatt des Romans

Titelblatt der epischen Version, (c) CreateSpace Independent Publishing Platform, 2014

Ehrlich gesagt hätte ich nie gedacht, dass ich dieses Buch so verschlingen würde. Ich kannte Gerry Starnes aus seinen Videos bei YouTube als jemanden, der schamanische Praktiken ausübt und lehrt. Seine dortigen Beiträgen haben mich berührt und so wurde ich auf seine Bücher neugierig. Aber ein guter Lehrer muss ja nicht immer auch ein guter Autor sein. Erwartet habe ich also höchstens eine nette Geschichte zum Zeitvertreib und nicht mehr – zumal ich mich auch nur recht allgemein für das Druidentum interessiere. Und wenn Menschen aus ihren persönlichen Steckenpferden einen Roman fabrizieren wollen, ist das Ergebnis ja nicht immer berauschend… Nun ja, ich fing an zu lesen und konnte nicht wieder aufhören – in vier Tagen hatte ich beide Bände durchgelesen.

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Magie in Nicaragua

Vor zwei Wochen fand ich ein Buch auf der „Geschenkablage“ einer Bibliothek (aussortierte Bücher, die man mitnehmen kann). Es war „Sofía de los presagios“ von Gioconda Belli. Das Buch ist schon etwas älter (Erstausgabe 1990), die deutsche Übersetzung trägt den Titel „Tochter des Vulkans“. Ich kann dieses Buch nur empfehlen – zum Beispiel als Sommerlektüre (Der nächste Sommer kommt bestimmt).

Bild des Titelblatts des RomansTitelblatt der deutschsprachigen Ausgabe, (c) dtv-Verlag, 1993.

Es geht um eine Frau, die als Kind nach einem Streit der Eltern durch ein Missverständnis in einem kleinen Dorf in Nicaragua zurückgelassen wird, als das „fahrende Volk“, dem sie angehört, weiterzieht. Gioconda Belli („Die bewohnte Frau“) schildert die Lebensgeschichte von Sofía, die im Dorf immer als Außenseiterin („Zigeunerin“, „Hexe“) gilt, den Vorurteilen und dem Aberglauben ausgesetzt ist und ihren Weg finden muss. Sie ist rebellisch, aber lange auch egoistisch und unfähig, liebevolle menschliche Beziehungen einzugehen. Sie lernt die „alten Künste“, zwei Heilerinnen/Hexen und einer Heiler/Hexer stehen ihr dabei zur Seite. Sie heiratet einen Mann, der sie einsperrt, verlässt ihn nach mehreren Jahren, ist dann alleine verantwortlich für das von ihrem Ziehvater geerbte Gut und entscheidet sich, Mutter zu werden. Der Roman ist ganz klassisch „lateinamerikanisch“. Die Geschichte von Sofía entwickelt sich in einem Land, das durch die sandinistische Revolution neu gestaltet wird (thematisiert sind zum Beispiel die erleichterten Bedingungen einer Scheidung auf einseitigen Antrag der Ehefrau), in dem die „alten Künste“ auf dem Land aber noch zum Alltag gehören. Es wird auch das eine oder andere Ritual beschrieben. Entgegen weit verbreiteter Vorurteile – ob gegen die Revolution oder gegen die „alten Künste“ – wird hier ein Leben geschildert, zu dem beides gehört. Das hat mir natürlich besonders gefallen!

Karten legen – Kalender schenken!

Es ist ein schöner Brauch, in jeder der zwölf Rauhnächte die Karten für die kommenden Monate zu legen. Man kann eine Karte für die „Stimmung“ des Monats legen, oder Karten zu bestimmten Themen (Beruf, Freunde, Familie, Liebe oder ähnliches).

Dieses Jahr werde ich für ein/zwei ganz spezielle Freundinnen die Karten schon jetzt legen und diese dann zu einem Kalender verarbeiten. Die Vorbereitung fängt schon damit an, sich das „richtige“ Tarot-Deck für die Empfängerin (oder den Empfänger) auszusuchen. Und selbstverständlich sollten die Deutungen aufmunternd sein. Ihr wisst es ja: Zieht man die Karte XIII mit dem Tod, so deutet dies auf das Ende einer negativen Phase und die Möglichkeit des Neubeginns hin!

Kalenderbild Januar 2014

Die Tarot-Vorhersage für den Monat Januar: Die Zwei der Schwerter!

Das Bild oben habe ich aus einer Kalendervorlage für LibreOffice nachgebastelt, um diesen Beitrag illustrieren zu können. Wenn ich den Kalender dann tatsächlich mache, werde ich wohl auf die Online-Möglichkeiten zur Erstellung von Fotokalendern zurückgreifen, da das sicherlich viel schöner wird…

Veröffentlichen sollte man solche Kalender aber nicht, denn kein Urheberrecht wird seit Jahrhunderten so sehr behütet wie das von Kartenbildern. Die oben abfotografierte Karte stammt aus dem Lo Scarabeo Tarot, das von Anna Lazzarini gestaltet wurde…

Ich bin gespannt, auf Eure Geschenkideen!