Agua Florida selber machen

In Lateinamerika wird agua florida als sehr wirksamer spiritueller Reiniger verwendet. Wer schon einmal lateinamerikanische Schamanen bzw. curanderos bei der Arbeit gesehen hat, kennt das bekannte Bild des Schlucks aus der Flasche agua florida oder „Florida Water“, das dann in alle Himmelsrichtungen versprüht wird, um den „Arbeitsplatz“ zu negativer Energie zu befreien und die Geister mit dem Wohlgeruch (und dem Alkohol) zu erfreuen.

Ich stelle mir agua florida selbst her und möchte Euch nun zeigen, wie das geht.

Zunächst die Zutaten:

Zutaten für agua florida: Korn, Wasser, ätherische Öle usw.

Zutaten für agua florida

  • Ätherisches Zimtrindenöl
  • Ätherisches Nelkenöl
  • Orangenblütenwasser oder ätherisches Neroliöl
  • Ätherisches Zitronenöl
  • Ätherisches Lavendelöl
  • Flüssiges Glyzerin
  • Alkohol (ich nehme hochprozentigen Korn)
  • Destilliertes Wasser

Außerdem benötigst Du einen Löffel (keinen Plastiklöffel, wegen der ätherischen Öle) und ein Glasbehälter/eine Glasflasche.

Die Mengen im Rezept kannst Du so anpassen, dass sie zu der Größe Deiner Flasche passen. Ich habe mit einer Dreiviertel-Liter-Flasche gearbeitet.

Nun geht es ans Mischen:

Collage mit Zutaten und Katze

Agua florida selber machen

Fülle Deine Glasflasche zu einem drei Vierteln mit dem Korn (hochprozentiger Vodka geht auch ganz wunderbar). So weißt Du, wie viel Du benötigst.

Danach füllst Du den Alkohol wieder um in eine Glasschüssel.

Nun gibst Du das ätherische Öl in die Schüssel mit dem Korn – und rührst es langsam ein. Für die von mir verwendete Menge Alkohol habe ich wie folgt dosiert:

  • 10 Tropfen Zitronenöl
  • 10 Tropfen Lavendelöl
  • 10 Tropfen Neroliöl oder einen großen Schuss Orangenblütenwasser
  • 3 Tropfen Zimtrindenöl
  • 3 Tropfen Nelkenöl
  • 7 Tropfen Glyzerin

Anschließend wird die Mischung mit dem Trichter wieder in die Flasche umgefüllt. Danach wird diese sehr vorsichtig mit destilliertem Wasser aufgefüllt. Hier muss man aufpassen, dass die Mischung nicht milchig-weiß wird. Sollte das passieren, gib‘ einfach noch einen weiteren Schuss Alkohol dazu. Die Flüssigkeit wird dann wieder klar.

Ich selbst mag meistens die reine Flüssigkeit. Du kannst aber durchaus auch noch Blütenblätter roter Rosen und Ringe getrockneter Zitronen- und/oder Orangenschale (bio!) mit hineingeben.

Nun lässt Du die Flasche an einem dunklen Ort über Nacht ziehen. Danach kann Dein agua florida verwendet werden.

Ich fülle meist etwas davon in eine Sprühflasche (aus Glas!) und in eine Tropfenflasche ab, um für alle Anwendungen die richtige Darreichungsform zu haben.

Magische Anwendungen

Agua florida auf einem Küchenaltar

Agua florida auf dem Küchenaltar

Ich wende agua florida an, um den magischen Kreis spirituell zu reinigen, einen Schutz zu errichten und die vier Elemente/Himmelsrichtungen anzurufen. Diese vielfache Wirksamkeit ist das Interessante an diesem „Gebräu“.

Außerdem kannst Du es verwenden, um Dein eigenes Energiefeld, sprich Deine Aura, zu reinigen. Einige Tropfen auf den Kopf, das Herz und die Füße sorgen für Schutz.

Bei Abwehrzaubern kann es ebenfalls schützend wirken.

Agua florida kann auch bestens als Parfum aufgetragen werden. Durch das Zimtrindenöl hilft es Dir dabei, Fülle, Erfolg und Wohlstand anzuziehen.

Beim Frühlingsputz kann es dem Putzwasser hinzugefügt werden. Es zieht dann positives Wachstum (Blüte!), Reinheit und Glück in Deine häusliche Umgebung.

Wenn Du Kerzenzauber machst, dann ist agua florida hervorragend dafür geeignet, die Kerzen im Vorfeld spirituell zu reinigen.

Auch Deinen Altar, Deinen Arbeitsplatz und Deine Wohnung kannst Du mit agua florida reinigen.

Auch sonst kannst Du jedwede negative Energie damit vertreiben. Das wirst Du übrigens auch sofort merken, wenn Du daran schnupperst. Gerade wenn Du den Tag über bei der Arbeit viel Stress und ungewünschten energetischen „Übergriffen“ ausgesetzt sein solltest, wirkt agua florida ganz prima. Einfach gleich nach Feierabend um Dich herum versprühen.

Zu guter Letzt wird agua florida auch bei Ahnenritualen verwendet. Eine Tropfen auf ein entsprechendes Foto oder in eine Wasserschüssel auf dem Altar wirken sehr anziehend auf die Ahnen, die Du kontaktieren möchtest. Bei den Feierlichkeiten zum mexikanischen Totentag – día de los muertos – ist es nicht wegzudenken.

Zu der Qualität der Zutaten

Ich verwende für mein agua florida ätherische Öle höchster Reinheit und (therapeutischer) Qualität. Sie sind in einer Drogerie nicht zu bekommen. Finanziell ist das freilich nicht immer möglich und das in Lateinamerika käuflich zu erwerbende agua florida ist sehr günstig. So kann es wirklich jeder verwenden. Aber man merkt schon die deutlich höheren Schwingungen bei der Verwendung von hochqualitativen ätherischen Ölen.

Wenn Du wissen möchtest, wo ich meine ätherischen Öle beziehe, kannst Du mir gerne eine persönliche Nachricht schreiben oder mich in den Kommentaren ansprechen.

Wie sieht es bei Dir aus? Kanntest Du agua florida? Wie verwendest Du es?

 

Mondkekse – glutenfrei!

Mondkekse gehören ja eigentlich irgendwie dazu – vor, während oder nach einem Ritual, bei Festen, als Gabe oder einfach nur so. Da ich aber glutenfrei esse, brauchte ich ein entsprechendes Rezept. Und einfach und schnell sollte es auch sein. Ich habe eines zusammengebastelt, ausprobiert und möchte es nun mit Euch teilen:

mondkekse

Wie Ihr seht, mag ich die Mondkekse etwas dunkler gebacken –
das passt natürlich zum morgigen Dunkelmond!

Zutaten:

  • 125 g Mandelmehl (gemahlene Mandeln mit oder ohne Haut eignen sich gut, ich habe heute den Rest Mandelmasse benutzt, der übrig geblieben ist, als ich gestern Mandelmilch hergestellt habe)
  • 40 g Kokosmehl (da ich heute keines da hatte, habe ich Buchweizenmehl verwendet, auch Reismehl ist eine Möglichkeit)
  • 1 TL Pfeilwurzmehl (Arrowroot ist gut zum Binden, bekomme ich im Bio-Laden)
  • 50 ml Honig oder Ahornsirup
  • 30 g Kokosöl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Messerspitze Vanille (wenn möglich, aus der Schote herausgekratzt)
  • 1 Messerspitze geriebene Zitronenschale
  • ca. 30 – 40 ml Wasser, nach Bedarf

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Frühlingsgewinnspiel bei der Haselmaus

„Raus ins Grüne“ ist ein Aufruf, der dieser „Stubenhexe“ gerade recht kommt! Ja, bei der Haselmaus gibt es wieder ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es ein Buch über Wildkräuter und Beeren.

Damit hat Mirjam mich ermuntert, mal wieder mein Projekt „Heilkräuter in meiner Umgebung“ aufzunehmen. In den Jahren 2012/2013 habe ich rund um meine Wohnung Heilkräuter und magische Pflanzen fotografiert. Dass es so viele sind, hätte ich niemals gedacht! Wer mag, kann in dem Album mal schnuppern, die Namen der Kräuter stehen in den Kommentaren. Da ich ursprünglich aus einer Stadt mit über zwanzig Millionen Einwohnern komme, bin ich wirklich alles andere als ein „Naturkind“. Auf diese Weise habe ich dann begonnen, mich in der Gegend, in der ich nun wohne, besser zu „verwurzeln“ und auch die Natur besser kennen zu lernen. Mit Büchern und Dr. Suchmaschine habe ich dann herausgefunden, wie die Pflanzen heißen und wofür sie hilfreich sein können.

Dank also an Mirjam für den „Wachrüttler“ und allen viel Glück beim Gewinnspiel!

Druidendämmerung

Diesen Lesetipp wollte ich schon vor einiger Zeit loswerden: „Druid Twilight: The Loom of Destiny“ von Gerry Starnes. Das Buch gibt es (bisher) nur auf Englisch, aber einige von Euch lesen sicherlich auch in dieser Sprache…

Titelblatt des Romans

Titelblatt der epischen Version, (c) CreateSpace Independent Publishing Platform, 2014

Ehrlich gesagt hätte ich nie gedacht, dass ich dieses Buch so verschlingen würde. Ich kannte Gerry Starnes aus seinen Videos bei YouTube als jemanden, der schamanische Praktiken ausübt und lehrt. Seine dortigen Beiträgen haben mich berührt und so wurde ich auf seine Bücher neugierig. Aber ein guter Lehrer muss ja nicht immer auch ein guter Autor sein. Erwartet habe ich also höchstens eine nette Geschichte zum Zeitvertreib und nicht mehr – zumal ich mich auch nur recht allgemein für das Druidentum interessiere. Und wenn Menschen aus ihren persönlichen Steckenpferden einen Roman fabrizieren wollen, ist das Ergebnis ja nicht immer berauschend… Nun ja, ich fing an zu lesen und konnte nicht wieder aufhören – in vier Tagen hatte ich beide Bände durchgelesen.

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Magie in Nicaragua

Vor zwei Wochen fand ich ein Buch auf der „Geschenkablage“ einer Bibliothek (aussortierte Bücher, die man mitnehmen kann). Es war „Sofía de los presagios“ von Gioconda Belli. Das Buch ist schon etwas älter (Erstausgabe 1990), die deutsche Übersetzung trägt den Titel „Tochter des Vulkans“. Ich kann dieses Buch nur empfehlen – zum Beispiel als Sommerlektüre (Der nächste Sommer kommt bestimmt).

Bild des Titelblatts des RomansTitelblatt der deutschsprachigen Ausgabe, (c) dtv-Verlag, 1993.

Es geht um eine Frau, die als Kind nach einem Streit der Eltern durch ein Missverständnis in einem kleinen Dorf in Nicaragua zurückgelassen wird, als das „fahrende Volk“, dem sie angehört, weiterzieht. Gioconda Belli („Die bewohnte Frau“) schildert die Lebensgeschichte von Sofía, die im Dorf immer als Außenseiterin („Zigeunerin“, „Hexe“) gilt, den Vorurteilen und dem Aberglauben ausgesetzt ist und ihren Weg finden muss. Sie ist rebellisch, aber lange auch egoistisch und unfähig, liebevolle menschliche Beziehungen einzugehen. Sie lernt die „alten Künste“, zwei Heilerinnen/Hexen und einer Heiler/Hexer stehen ihr dabei zur Seite. Sie heiratet einen Mann, der sie einsperrt, verlässt ihn nach mehreren Jahren, ist dann alleine verantwortlich für das von ihrem Ziehvater geerbte Gut und entscheidet sich, Mutter zu werden. Der Roman ist ganz klassisch „lateinamerikanisch“. Die Geschichte von Sofía entwickelt sich in einem Land, das durch die sandinistische Revolution neu gestaltet wird (thematisiert sind zum Beispiel die erleichterten Bedingungen einer Scheidung auf einseitigen Antrag der Ehefrau), in dem die „alten Künste“ auf dem Land aber noch zum Alltag gehören. Es wird auch das eine oder andere Ritual beschrieben. Entgegen weit verbreiteter Vorurteile – ob gegen die Revolution oder gegen die „alten Künste“ – wird hier ein Leben geschildert, zu dem beides gehört. Das hat mir natürlich besonders gefallen!

Karten legen – Kalender schenken!

Es ist ein schöner Brauch, in jeder der zwölf Rauhnächte die Karten für die kommenden Monate zu legen. Man kann eine Karte für die „Stimmung“ des Monats legen, oder Karten zu bestimmten Themen (Beruf, Freunde, Familie, Liebe oder ähnliches).

Dieses Jahr werde ich für ein/zwei ganz spezielle Freundinnen die Karten schon jetzt legen und diese dann zu einem Kalender verarbeiten. Die Vorbereitung fängt schon damit an, sich das „richtige“ Tarot-Deck für die Empfängerin (oder den Empfänger) auszusuchen. Und selbstverständlich sollten die Deutungen aufmunternd sein. Ihr wisst es ja: Zieht man die Karte XIII mit dem Tod, so deutet dies auf das Ende einer negativen Phase und die Möglichkeit des Neubeginns hin!

Kalenderbild Januar 2014

Die Tarot-Vorhersage für den Monat Januar: Die Zwei der Schwerter!

Das Bild oben habe ich aus einer Kalendervorlage für LibreOffice nachgebastelt, um diesen Beitrag illustrieren zu können. Wenn ich den Kalender dann tatsächlich mache, werde ich wohl auf die Online-Möglichkeiten zur Erstellung von Fotokalendern zurückgreifen, da das sicherlich viel schöner wird…

Veröffentlichen sollte man solche Kalender aber nicht, denn kein Urheberrecht wird seit Jahrhunderten so sehr behütet wie das von Kartenbildern. Die oben abfotografierte Karte stammt aus dem Lo Scarabeo Tarot, das von Anna Lazzarini gestaltet wurde…

Ich bin gespannt, auf Eure Geschenkideen!

Geschenke aus der Hexenküche

Bild der VeranstalterinnenWenn ich nun zu bloggen beginne, muss ich selbstverständlich als Allererstes die Aktion der beiden Bloggerinnen Mirjam und Maren ankündigen. Sie veranstalten ein Hexenküchen-Blog-Event, bei dem Rezepte eingereicht werden können. Man kann gespannt sein! Ich habe mich noch nicht entschieden, ob es ein magisches Öl oder eine magische Speise werden soll. Mal sehen! Und allen viel Spaß dabei!